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Leitbild und Vision
Die zukünftige Entwicklung des Naturparks orientiert sich an den vorhandenen Stärken der Region und baut auf diesen auf. Bekannte Stärken werden gestärkt. Neue Kompetenzen, die das Angebot ergänzen, werden in der Zukunft zusätzlich angestrebt.

Vision: Den einzigartigen Charakter des pannonischen Kulturraumes zwischen Leithagebirge und Neusiedler See bleibt erhalten. Der Naturpark Neusiedler See - Leithagebirge positioniert sich als Modellregion für nachhaltige Entwicklung.

Der Slogan "Im Garten Pannonien" steht gleichsam als Leitstern und Orientierung über allen zukünftigen Projekten und Maßnahmen. Er weckt Assoziationen zum biblischen Garten Eden und ist die ideale kampagnenhafte Verkürzung für die einzigartige Gefühlswelt in die die Menschen eintauchen, wenn sie in die Welt des Naturparks Neusiedler See - Leithagebirge eintauchen.


Kernkompetenzen
Wein und Kulinarik
Das Landschaftsbild des Naturpark Neusiedler See - Leithagebirge ist geprägt von Kirschbäumen und Weinstöcken. Die Kirschblüte war hat der Region ihren Namen gegeben. Heute dominiert der Weinbau. In den hochwertigen Gastronomiebetrieben werden regionale Produkte verarbeitet: Wild, Pilze und Bärlauch aus dem Leithagebirge, Niederwild wie Fasan und Kaninchen, Fische aus dem Neusiedler See, erstklassige Weine und Obstbrände, Produkte aus Kirschen und anderen regionalen Obstsorten: Wein und Kulinarik wird zum echten Kerngeschäft der Region ausgebaut.

Kleinstrukturierte Kulturlandschaft
Die Kombination aus behutsam gewachsenen Dörfern und Städten in einer alten Kulturlandschaft macht den Naturpark Neusiedler See - Leithagebirge zu einer außergewöhnlichen Region. Die Region verdankt ihrer heutigen Vielfalt der Bewirtschaftung durch den Menschen. Dort wo der Mensch sich zurückzieht, gewinnen dominante Pflanzenarten die Überhand; Hutweiden und Brachen verbuschen, Seewiesen verschilfen, Pflanzen- und Tierarten verlieren ihren Lebensraum.
Langfristiges Ziel ist es, die kleinstrukturierte Kulturlandschaft der Region schützen und erhalten, um sich so als Modellregion für nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung zu entwickeln.

Kulturelles Erbe
Die Region ist seit dem 6 Jh. v. Chr. besiedelt. Bedeutende Funde aus keltischer und römischer Besiedlung sind erhalten. Das Weströmische Reich überließ die Region dem Nomadenvolk der Hunnen. Diesen folgten die Ostgoten, die Völkerwanderung brachte Sueben und Heruler, Langobarden und Awaren in die Region. Nach 900 übten die Magyaren die Herrschaft aus. Von den durchziehenden Türken wurde die Region mehrmals verwüstet. Das 18. Jh. war die unbestrittene kulturelle Hochblüte der Region. Wirtschaftlicher Aufschwung führte nicht nur den Adel zu reger Bautätigkeit. Dörfer und Städte erhielten ihr heutiges Aussehen.

Große Veränderungen wurden durch die politisch unruhigen Zeiten in der ersten Hälfte des 19. Jh. verhindert. Einen weitern Entwicklungsschub gab es durch die Bauernbefreiung mit den Gesetzen von 1848. Ende des 19.Jh. war die Region vollständig in das Bahn- und Verkehrsnetz der Monarchie integiert. Zur echten Isolation kam es dann nach dem 2. Weltkrieg durch die Errichtung des "Eisernen Vorhangs". Das Ziel ist es, das Erbe des Naturparks Neusiedler See - Leithagebirge zu schützen und für die Nachwelt erhalten.


Zukünftige Kompetenzen
Zukunftskompetenz Ökomobilität
Mit dem Projekt "Ökomobilität und Ökotourismus in der Region Neusiedler See", als Umsetzungsprojekt des österreichisch - ungarisch - slowakischen Schirmprojektes "Nachhaltiger Verkehr und Tourismus in Sensiblen Gebieten - Region Neusiedler See/Fertö-tó" wurden in der Bevölkerung der Region Neusiedler See ein verstärktes Umweltbewusstsein geschaffen.

Erste erfolgreiche Projekte, wie die beiden "GMOA-Busse" in Purbach und Donnerskirchen, haben bewiesen, dass alternative Mobilitätsangebote auch wirtschaftlich funktionieren. Die weltweite Diskussion zur Eindämmung des CO2-Ausstosses hat Presse und Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert. Langfristiges Ziel ist es, den Naturpark Neusiedler See - Leithagebirge zur Modellregion für Ökomobilität und Ökotourismus zu entwickeln. Den Durchzugsverkehr reduzieren und alternative Mobilitätsangebote schaffen.

Erneuerbare Energien
Der größte Teil der Schilffläche des Neusiedler Sees wird bislang vom Menschen nicht genützt. Altschilf ist wirtschaftlich wertlos, vermodert und trägt zum stetigen Nährstoffeintrag in den See bei. Durch gezielte Forschungsarbeit könnten Methoden entwickelt werden, das Schilf als Rohstoff für die Energiegewinnung zu nutzen. Ein mittelfristiges Ziel ist es den Selbstversorgungsgrad mit nachwachsenden Brennstoffen zu erhöhen.