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Das Schilf
Der Schilfgürtel des Neusiedler Sees hat in den letzten 250 Jahren drastisch an Fläche gewonnen und nimmt heute mehr als die Hälfte der 320 kmē Seefläche ein. Dies ist vor allem auf seine geringe Nutzung zurückzuführen. So konnte sich durch den Niedergang der Viehwirtschaft der Schilfgürtel vor allem landseitig ungestört ausbreiten.

Durch seine enorme Filterwirkung sorgt der Schilfgürtel für eine hervorragende Wasserqualität. Die Schilfwälder sind Lebensräume für zahlreiche und teilweise sehr seltene Tiere. Die größte Bedeutung besitzt der Schilfgürtel dabei für die Vogelwelt.

Die Kolonien der großen Schreitvögel wie Silber-, Purpur- und Graureiher sowie der stark gefährdete Löffler zählen zu den Besonderheiten des Gebiets. Zahlreiche spezialisierte Schilfsingvögel (z. B. Teich- und Drosselrohrsänger, Rohrdommel, Zwergrohrdommel) bauen nicht nur ihre Nester im Schilf, sondern gehen hier auch auf Nahrungssuche.